Gibt es Veränderungen am Findorff-Markt?

Der Findorff-Markt ist beliebt in Findorff und darüber hinaus. Selbst aus dem Umland kommen Kunden, um hier einzukaufen. Der besucherstärkste Tag ist natürlich der Sonnabend, insbesondere bei gutem Wetter. Weniger Nachfrage und somit weniger Verkaufsstände gibt es  dienstags und donnerstags.

Um auf veränderte Situationen des Kaufverhaltens, der Angebote der Supermärkte und den Rückgang von Selbsterzeugern zu reagieren, wird schon seit einiger Zeit über neue Marktkonzeptionen nachgedacht.

Nun hat die Großmarkt GmbH unter der neuen Leitung von Hans-Peter Schneider (Messe Bremen) den Vorschlag „Einkauf nach Feierabend“ unterbreitet.

Zwischen Frühjahr und Herbst soll es an jedem Freitag von 16 – 20 Uhr einen gemütlichen Einkauf nach Feierabend geben. Neben dem Verkauf von Waren soll auch die Möglichkeit bestehen, vor Ort zu verzehren: ein Glas Wein oder Prosecco dazu Probiermöglichkeiten von Speisen.

Für die Umsetzung werden mindestens zwanzig Anbieter (Stände) benötigt, die derzeit aber noch nicht zusammen gekommen sind.

Grund für diese Überlegungen ist lt. Großmarkt GmbH ein rückläufiges Interesse seitens derAnbieter am Findorffmarkt. Eine „Warteliste“ für Standplätze gibt es schon länger nicht mehr. Es ist sicher richtig, dass neue Überlegungen den Markt zukunftsfähig machen. Dennoch ist Vorsicht geboten, um nicht über das Ziel hinauszuschiessen.

Mitte der 90er Jahre gab es im Bauressort die Idee, den Findorffmarkt in ganzer Länge gläsern zu überdachen, die Stände zu vereinheitlichen und alles „schicker“ zu machen. Gut das dafür die öffentlichen Mittel fehlten ! Und auch mit „Markthallen“ hat Bremen keine guten Erfahrungen gemacht. Also Veränderungen in Gemeinsamkeit mit den Marktbeschickern ausprobieren ohne den Charme des Findorff- Marktes zu verlieren.

Birgit Busch

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