Wenn´s um Geld geht, …

Wenn’s um Geld geht, Sparkasse

Dieser Werbespruch ist uralt und doch immer noch im Gedächtnis. Nur trifft er heute nicht mehr zu.

Wir erleben es in der Sparkasse in Findorff und auch anderswo. Die Filialen werden zunehmend auf Automatenbetrieb umgestellt oder sogar geschlossen. Proteste dagegen scheinen nichts zu bewirken.

„Die Zeiten der Schalterhallen sind vorbei“ sagt das neue Sparkassen Vorstandsmitglied Klaus Windheuser. Vorstandsmitglied Tim Nesemann findet die Kritik sogar rückwärtsgewandt. So denken wohl nicht nur die Sparkassen sondern auch andere Banken.

Das Filialsterben in der deutschen Bankenlandschaft nimmt immer dramatischere Ausmaße an. In den vergangenen zehn Jahren ist bereits ein Drittel aller Filialstandorte von Banken und Sparkassen verloren gegangen. „Das bisherige Konzept der Bankfiliale hat längst ausgedient und muss dringend auf den Prüfstand gestellt werden“, erklären die Autoren einer Studie des Beratungsunternehmens Oliver Wyman. Wegen der steigenden Nutzung digitaler Angebote – Stichwort Onlinebanking – und demographischer Veränderungen habe sich die Zahl der Kunden, die eine Bankfiliale aufsuchen, in den vergangenen Jahren deutlich verringert.

Dabei ist die Bankfiliale kein Auslaufmodell. In der richtigen Form kann sie auch in Zukunft noch eine wichtige Daseinsberechtigung haben. Sicher ist jedoch, dass sich für viele Kunden der Weg zum nächsten Bankautomaten verlängern wird, denn das Abheben von Bargeld ist für die meisten Menschen immer noch der Hauptgrund für den Besuch einer Bankfiliale.

Ein anderer Weg an Bargeld zu kommen, ist die Auszahlung im Lebensmittelgeschäft. Künftig kann es also heißen: Wenn`s um Geld geht, Rewe, Lidl oder Aldi.

Birgit Busch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.