Kahle Hecken in Findorff

Kahle Hecken in Findorff

Ein Spaziergang durch Findorff lässt diese Schäden erkennen. Viele Buchsbäume und Buchshecken sind braun oder ganz kahlgefressen. Das führt zu Frust bei den Besitzern, die ihre Buchspflanzen teilweise selbst großgezogen oder liebevoll in Form geschnitten haben. Schuld daran ist der Buchsbaumzünsler, ein ostasiatischer Kleinschmetterling, der zu Beginn des 21. Jahrhunderts nach Mitteleuropa eingeschleppt wurde. Die Raupen verursachen Schäden durch Kahlfraß am Buchsbaum.

Was kann man tun?

Eine regelmäßige Kontrolle der Buchsbäume von März bis Oktober erlaubt eine frühzeitige Befallserkennung. Eine Bekämpfung mit Spritzmitteln sollte möglichst direkt und mit ausreichendem Druck erfolgen. Aber Vorsicht: chemische Bekämpfungsmöglichkeiten sind schädlich für Nutztiere wie z.B. Bienen.

Mittels Hochdruckstrahler und Auffangfolie können die Buchsbaumzünsler großflächig abgesprüht und aufgesammelt werden. Einige Hobbygärtner berichten, dass sie durch Zuhängen ihrer Buchsbäume mit Vogelschutznetz mit 10 mm Maschenweite schlüpfende Falter vom Abfliegen und andere Falter vom Eindringen in den Buchsbaum abhalten konnten.

Die biologische Bekämpfung der Larven soll auch eine Wirkung zeigen. Während der Buchsbaumzünsler zu Beginn der Epidemie in Deutschland kaum natürliche Feinde hatte, wird mittlerweile vermehrt beobachtet, dass heimische Vogelarten wie Spatzen, Kohlmeisen und Buchfinken sowie mehrere Wespenarten befallene Buchsbäume gezielt aufsuchen und die Raupen verzehren.

Im Angebot sind noch eine Vielzahl weiterer Methoden und Hilfsmittel, die gegen den lästigen Zünsler helfen sollen. Ob es etwas nützt kann bezweifelt werden. Selbst die Gärtner in Hannovers Herrenhäuser Gärten haben den „Feind“ nicht bekämpfen können und mussten alle Buchseinfassungen austauschen.

Bleibt zu hoffen, dass unsere heimischen Vogelarten auf den Geschmack kommen und den Zünsler verspeisen.

Birgit Busch

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